Zentrale Sterilgutversorgungs-Abteilung (ZSVA)

Wir sorgen für eine reibungslose Versorgung ihres OPs

Eine hohe Qualität in der Sterilgutversorgung im Krankenhaus (ZSVA/AEMP) steht bei der Beratung in der ZSVA an erster Stelle.

Jedes Jahr stecken sich rund 900.000 Patienten in Deutschland während eines Krankenhausaufenthaltes mit nosokomialen Keimen an. Dies geht meist auf mangelnde Hygiene und Insuffizienz bei der Aufbereitung von Medizinprodukten zurück. Nach Aussagen der Hygienetechniker können Krankenhausinfektionen zum jetzigen Stand noch nicht ausgerottet, jedoch durch qualifiziertes Fachpersonal und ein ausgeprägtes Hygienebewusstsein deutlich verringert werden.

Leider wird die Einhaltung gesetzlicher Standards im Klinikalltag häufig noch als lästig und zeitraubend empfunden, die Folgen dieser Nachlässigkeit kosten die Krankenhäuser und Kassen jedoch jährlich Milliarden, denn die Mehrkosten einer Infektionsbehandlung sind um ein 100-faches höher als die Präventionskosten. In Gesundheitseinrichtungen wird oft an der falschen Stelle gespart und dadurch die Gesundheit der Patienten aufs Spiel gesetzt sowie höhere Belastungen für das Ausgabenbudget riskiert, denn die Ansteckung mit einem Krankenhauskeim führt im Schnitt zu zehn zusätzlichen Krankehaustagen pro Fall. Als Vorbild für eine fortschrittliche Sterilgutaufbereitungs-Politik sollten wir uns die Niederlande nehmen. Dort ist es schon seit langem die Regel, dass jedes Krankenhaus über einen Hygienearzt verfügt. In der Regel haben diese es geschafft, die Ansteckungsrate dort auf drei Prozent zu reduzieren. Seit 2016 gilt diese Regelung auch für Deutschland. Wodurch eine Senkung der bislang noch bei etwa 20 % liegenden Infektionsrate angestrebt wird.

Relevanz

Es ist nicht zu verleugnen, dass die wirtschaftliche Dimension der ZSVA immens hoch ist. Dennoch darf eine den Hygienegesetzen folgende Aufbereitung von Medizinprodukten nicht vernachlässigt werden, denn sie stellt einen der wichtigsten Faktoren für den reibungslosen Ablauf des Klinikalltags dar. Anders als beispielsweise Spritzen oder Kanülen, werden die hochtechnischen und sehr kostspieligen Instrumente und Gerätschaften aus den OP-Sälen mehrfach verwendet, weshalb eine ordnungsgemäße Sterilisation unabdingbar ist. Entscheidend ist hierbei vor allem das zuverlässige und genaue Arbeiten der zuständigen Mitarbeiter. Deren Aufgabe ist es, defektes OP-Besteck umgehend auszusortieren und darauf zu achten, dass die gereinigten Geräte für den Transport luftdicht verpackt sind. Genau diese Mitarbeiter stellen jedoch auch eine weitere Schwachstelle der Sterilisierungskette dar. Aus diesem Grund ist eine ausführliche Schulung des ZSVA-Personals einer der wichtigsten Bestandteile einer effizienten und keimfreien ZSVA-Politik. Jeder Einzelne muss sich genaustens an die gesetzlichen Vorgaben halten, darunter fallen nicht zuletzt Faktoren wie das Tragen eines Haarnetzes oder von Einweg-Handschuhen. Eine gute Lösung kann, vor allem für kleinere Einrichtungen, die Vergabe dieser Tätigkeit an externe Systempartner darstellen, da so Schulungen und technische Modifizierungen aufgrund fortlaufender Gesetzesänderungen eingespart werden.

Optimierungspotential

Bei einer betriebsinternen Durchführung der ZSVA sind die Anschaffung und Instandhaltung fachspezifischer Gerätschaften, die Beschäftigung von entsprechend geschultem Personal und Aufwendung für die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben typische Kostenpunkte.

Als Basis für die Erstellung einer aussagekräftigen Potentialanalyse sollten sich die Verantwortlichen deshalb zunächst folgende Fragen stellen:

  • Ist Ihre ZSVA derzeit in der Lage die Operations- und Funktionsabteilungen zur richtigen Zeit, mit dem richtigen Instrumentarium zu versorgen?
  • Entsprechen Ihre Prozesse den gesetzlichen Anforderungen?
  • Folgt die Aufbereitung der Medizinprodukte den Anforderungen eines Qualitätsmanagementsystems und sind Sie bei Begehungen durch die Aufsichtsbehörde auf der sicheren Seite?
  • Werden die baulich-funktionellen Anforderungen erfüllt und die technische Ausstattung bereitgestellt?
  • Verfügen die mit der Aufbereitung beauftragten Personen über die notwendige Sachkenntnis?

Wir verfolgen bei Lenus die Beratung unserer Kunden innerhalb von vier ineinandergreifenden Phasen, beginnend bei der Erfassung des Ist-Zustandes, über die Analyse der Prozesse, bis hin zur Entwicklung eines gezielten Optimierungskonzepts und der Evaluation der geleisteten Umstrukturierungsmaßnahmen. In Bezug auf die ZSVA werfen wir hierbei einen genauen Blick auf personelle Kapazitäten, Einhaltung gesetzlicher Standards und der Modernität der verwendeten Apparaturen. Natürlich ist es unseren Kunden jederzeit möglich, auch einzelne Leistungspakete einzufordern, wie beispielsweise Hilfe bei der Suche nach neuen Systempartnern für die Medizinprodukte-Aufbereitung und für Reparatur und Ersatzbeschaffung.

Wir helfen Ihnen dabei Ihre zentrale Sterilgutversorgungs-Abteilung sauber zu halten

Phase 1
Phase 2
Phase 3
Phase 4

Phase 1: Ist-Aufnahme

Die zentrale Sterilgutversorgungsabteilung ist ein wesentlicher Teil der Klinikstruktur. Ohne die Versorgung mit hygienisch-gereinigten Instrumentarien kann der Krankenhausalltag nicht bestritten werden. Deshalb stellen wir zunächst einmal fest, in welcher Form die Aufbereitung bei unseren Kunden durchgeführt wird. Wir verschaffen uns einen Überblick über die bestehenden betrieblichen Strukturen und den vorhandenen Gerätepark. Zusätzlich ermitteln wir die bestehende Kostenerhebung und die Erhebung des Instrumentenpfades um eine umfassende transparente Struktur zu schaffen.

Phase 2: Potentialermittlung und Konzeption

Auf dieser Grundlage setzen wir gemeinsam mit unseren Kunden einen Optimierungsplan auf, in dem festgehalten wird, welche Maßnahmen zur Verbesserung der Betrieblichkeit in Erwägung gezogen werden. Vorhandenes Kapital beziehen wir in die Planung mit ein und ermitteln, inwieweit es effizienter genutzt werden kann. Wir unterstützen bei der Ausschreibung, Planung, Einrichtung und Betreibung der Sterilgutversorgungzentren.

Phase 3: Leistungsvergabe

Fällt die Entscheidung auf eine der in Phase 2 beschriebenen Möglichkeiten, übernehmen wir eine Ausschreibung zur Vergabe des Bauauftrags oder der Sterilgutversorgung in Kooperation mit externen Rechtsexperten. Besitzt das entsprechende Krankenhaus bereits eine gut ausgebaute ZSVA, geht es im Weiteren darum, deren Potential optimal auszuschöpfen und die Prozesse dementsprechend anzupassen.

Phase 4: Umsetzung

Den Abschluss unserer Beratung bildet nicht die finale Abstimmung des Konzepts und die Vergabe der Aufgaben. Wir bei Lenus begleiten unsere Partner stets noch ein Stück weiter und unterstützen die Umsetzung bis zu den ersten spürbaren Einsparungen. Bei Bedarf bieten wir auch darüber hinaus zusätzliche Hilfestellungen an und beraten unsere Kunden fortlaufend, beispielsweise bei der Überwindung aufkommender rechtlicher Hindernisse und neuer Problemstellungen.

Typische Problemstellungen

  • Inbetriebnahme einer neuen ZSVA, denn hierbei entsteht ein umfangreicher Personalbedarf
  • Instrumentarien, die nur durch einen Gas/Plasmasterilisator aufbereitet werden dürfen
  • Unausreichend ausgebildetes Personal
  • Unkorrekter Instrumentenabwurf durch das verantwortliche OP-Personal

Typische Lösungsvorschläge

  • Prozessoptimierung auf Basis der individuellen Ausgangssituation des Kunden
  • Begleitung bei der Vergabe der Dienstleistung Management, Betrieb einer ZSVA sowie Neubau einer ZSVA
  • Zusammenlegung von ZSVA-Standorten als komplexer Prozess, der einer optimalen Projektplanung und Umsetzung bedarf

Ihre Sterilisation muss optimiert werden?

Wir helfen Ihnen dabei, die Bewirtschaftungskosten zu senken.

Rufen Sie uns unter der +49 69 / 7079816-13 direkt an und vereinbaren Sie einen unverbindlichen Beratungstermin.

Tanja Heiß, Marketingleitung

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