Hauptstadtkongress 2018

Martin Schröter, geschäftsführender Gesellschafter der Lenus GmbH und Tanja Heiß, Leitung Marketing und Vertrieb, trafen sich an den drei Kongresstagen im Berliner CityCube mit Vertretern aus der Krankenhaus- und Medizintechnikszene.

Martin Schröter, geschäftsführender Gesellschafter der Lenus GmbH und Tanja Heiß, Leitung Marketing und Vertrieb, trafen sich an den drei Kongresstagen im Berliner CityCube mit Vertretern aus der Krankenhaus- und Medizintechnikszene. Ziel war es Impulse zu sammeln, wie sich die Versorgung der Patienten noch besser digitalisieren lässt, und sich über den aktuellen Stand der Innovationen in der Medizin- und Labortechnik zu informieren.

Sind Systempartnerschaften noch zeitgemäß?

Diese Frage wurde in diesem Jahr kontrovers diskutiert. Vor allem in der Runde "Vernetzt siegen: Vom System- zum Prozesspartner". Die Teilnehmer dabei waren:

  • Dr. Florian Frensch:
    In digitalen Systempartnerschaften Strukturen virtualisieren und Prozesse optimieren: Teleradiologie, Teleintensivmedizin und digitale Pathologie für mehr Qualität und Effizienz
  • Klaus Sellinghoff:
    Partnerschaft schafft Sicherheit – Kooperationsmodelle für eine zuverlässige und effiziente Aufbereitung von Medizinprodukten
  • René A. Bostelaar:
    Mehrwert durch Partnerschaft: Knowhow-Transfer und Innovation inklusive – ein Praxisbericht

Schnell zeigte sich, dass sich die Diskussion vor allem um zwei essentielle Punkte dreht: die Einsparung von Sachkosten sowie die Steigerung der Qualität. Viele Medizintechnik-Hersteller und Systempartner stellten klar, dass sie in der Lage sind, beide Ziele miteinander zu vereinen. Durch intelligente Prozesse und Bündelungen von Wartungs- und Instandhaltungsverträgen kann dies gelingen. Somit bietet die Systempartnerschaft also weiterhin viele Vorteile für Krankenhäuser sämtlicher Versorgungsstufen.

System- oder Innovationspartnerschaften?

Seit einigen Jahren wird auch immer öfter über die Bezeichnung einer Partnerschaft zwischen Gesundheitseinrichtung und Dienstleistungspartner gesprochen. Neben den System- und Prozesspartnerschaften wird auch gerne über Innovationspartnerschaften gesprochen. Diese sollen, wie der Name schon sagt, den Innovationscharakter stärker in den Vordergrund stellen. Vor allem die Medizintechnik-Hersteller bieten den Krankenhäusern mehr und mehr Beratungsleistungen rund um Geräteparkoptimierung und -harmonisierung an. Das hilft den Krankenhäusern dabei, sich eine Strategie für ihre Medizintechnologie zurecht zu legen, nach der sie sich in den nächsten fünf bis zehn Jahren entwickeln können.

Allerdings wird der Begriff der Innovationspartnerschaft teilweise 1:1 gegen die Bezeichnung Systempartner ersetzt. Und das ist nicht korrekt. Im Vergaberecht ist die Innovationspartnerschaft sehr genau beschrieben:

§ 119 Abs. 7 GWB definiert ein neues Vergabeverfahren oberhalb der Schwellenwerte, die Innovationspartnerschaft. Sie ist ein besonderes Vergabeverfahren zur Entwicklung und dem anschließenden Erwerb innovativer Liefer-, Bau- oder Dienstleistungen, wenn der bestehende Bedarf nicht durch bereits auf dem Markt verfügbare Lösungen befriedigt werden kann. Die Innovationspartnerschaft ermöglicht es öffentlichen Auftraggebern, eine langfristige Innovationspartnerschaft mit einem oder mehreren Partnern für die Entwicklung und den anschließenden Erwerb neuer, innovativer Leistungen zu begründen, ohne dass ein getrenntes Vergabeverfahren für den Kauf erforderlich ist. Voraussetzung ist, dass für solche innovativen Leistungen die vereinbarten Leistungs- und Kostenniveaus eingehalten werden können.

Quelle: https://www.vergabe24.de/vergaberecht/vergabelexikon/innovationspartnerschaft/

Fazit

Der diesjährige Hauptstadtkongress hat wieder einmal gezeigt, dass wir in den vielen Diskussionsrunden und Gesprächen nach wie vor über die Herausforderungen sprechen, die uns seit viele Jahren bewegen. Doch vor allem die Missstände in der Pflege sowie die Digitalisierung waren innerhalb der drei Tage am präsentesten.

Darüberhinaus wurden bei den zahlreichen Networking-Gelegenheiten viele neue, interessante Kontakte geknüpft und bestehende Netzwerke vertieft. Der Termin für den Hauptstadtkongress im kommenden Jahr vom 21. bis 23. Mai 2019 ist bereits vorgemerkt.

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