Gerätepark­optimierung

Potentiale erkennen und Wirtschaftlichkeit erhöhen

Viele Stellschrauben führen zum optimalen Gerätepark

Was ist der Gerätepark?

Der Gerätepark umfasst den Gesamtbestand der medizintechnischen Geräte, Apparaturen, Systeme und Instrumente einer Klinik. Für die umfassende Behandlung von Patienten ist ein tadelloser und passgenauer Gerätepark unabdingbar; Ultraschallgeräte, Dialysegeräte, Röntgengeräte, Endoskope etc. müssen entsprechend funktionstüchtig und verfügbar sein.

Für welche Krankenhausgröße ist eine Optimierung des Geräteparks sinnvoll?

Besonders in großen Krankenhauskomplexen wie Universitätskliniken ist eine Geräteparkoptimierung sinnvoll und essentieller Bestandteil eines Gesamtoptimierungskonzeptes. Versammeln sich mehrere Häuser unter einer Klinikleitung, fehlt oftmals der Überblick über den tatsächlichen Bedarf und die Auslastung.

Optimierungspotential im Gerätepark - wo kann man ansetzen?

Der Gerätepark birgt oft beträchtliche Ressourcen für das Krankenhausmanagement. Im Optimierungsansatz steht dabei die Frage nach der bedarfs- und leistungsgerechten Aufstellung des Geräteparks im Fokus. Im Alltag geht oft der Blick für das Ganze verloren und es entstehen Fehler bei der Planung, wie etwa durch Überkapazitäten, was unweigerlich zu Schwierigkeiten im Budget führt. Denn unnötige Geräte machen viel Arbeit und bringen Kosten mit sich. Man denke nur an die Wartung, Instandhaltung oder die beständige Schulung des Personals. Zudem müssen die gesetzlichen Vorgaben eingehalten und die Betreiberpflichten gewährleistet werden.

Es ist daher immens wichtig, dass der Gerätepark nachvollziehbar aufgestellt ist und eine ordentliche Dokumentation erfolgt. Es sollte ein optimaler Auslastungsgrad gegeben sein und die Anzahl der medizintechnischen Geräte dem tatsächlichen Bedarf entsprechen. Hier muss auch hinterfragt werden, ob Geräte vorhanden sind, die nur extrem selten genutzt werden und wie der Gerätepark den Workflow unterstützt. Je mehr nicht unbedingt benötigte Geräte vorhanden sind, desto höher ist die Belastung für das Krankenhausbudget.

Auf dem Prüfstand steht auch das Alter der Geräte hinsichtlich Wartungs-, Reparatur- und Wiederbeschaffungskosten. Ein überalterter Gerätepark ist Gift für den Klinikhaushalt. Doch auch zu viele Neugeräte bergen Risiken, denn deren gesetzliche Gewährleistung erlischt nach zwei Jahren. Ein unschöner Nebeneffekt eines zu groß gedachten Geräteparks ist die ineffiziente Raumnutzung. Durch überflüssige Geräte geht schlichtweg wertvoller Platz im Gebäude verloren.

Lösungsansätze für den optimalen Gerätepark

Der Blick von Außen schafft Klarheit. Denn dass der Gerätebedarf im Klinikalltag nicht stets präsent und aktuell sein kann, ist verständlich. Hier greift Lenus greift ein, klärt den aktuellen Bestand sowie den Bedarf an Geräten und hilft bei der Ausschöpfung ungenutzter Ressourcen. Diese Vorgehensweise ist integraler Bestandteil des 4-Phasen-Modells von Lenus und zieht sich wie ein roter Faden durch den gesamten Maßnahmenkatalog.

Auf der Grundlage einer sorgfältigen Untersuchung wird ein Konzept entwickelt, das auf den Bestand, die Auslastung sowie den Bedarf der Klinik zugeschnitten ist und sinnvoll Einsparpotential generieren kann. Aus langjähriger Erfahrung wurde als geeignete Methodik eine Kombination aus Clustering und Multimomentstudie entwickelt. Mittels gründlicher Analysen arbeiten wir heraus, welche Geräte, Apparaturen, Systeme und Instrumente in einem effizienten Gerätepark sinnvoll sind und wo Überkapazitäten abgebaut werden können. Dabei überprüfen wir, welche Geräte effektiv genutzt werden und auch fachübergreifend Verwendung finden können. Eine Ausnahme bilden an dieser Stelle natürlich Notaufnahme, Intensivstation und OP-Bereich: Alle Geräte müssen hier verfügbar und einsatzbereit sein.

Ziel ist es, das zur Verfügung stehende Kapital optimal zu nutzen und Bestandsredundanzen zu vermeiden. Auch das passgenaue Ineinandergreifen von Gerätepark und Work-Flow findet hier Beachtung.

Das Vorgehen erfolgt immer in enger Abstimmung mit der Klinikleitung, bzw. der zugeordneten Projektleitung. Auch die Anwender, also diejenigen die Geräte bedienen und beispielsweise Untersuchungen durchführen, werden in die Bedarfsanalyse mit einbezogen; einerseits durch die Erfassungsbögen, die für jedes Gerät und jede Untersuchung eingesetzt werden, andererseits durch persönliche Gespräche/Interviews u.a. über die Nutzung und die Einschätzung zur Auslastung. Es wird hierbei stets darauf geachtet, dass das die Privatsphäre und das Wohl der Patienten an erster Stelle steht und Untersuchungen und Behandlungen bei sämtlichen Schritten reibungslos erfolgen können.

Fallbeispiel Flexible Endoskope

Ist-Aufnahme Analyse Empfehlungen zur Optimierung Einsparungen
Krankenhaus mit

5 Standorten

105 flexiblen Endoskope

ca. 3.260.000 € Anschaffungskosten
Bestimmung der Auslastung der einzelnen Endoskope (u.a. Einsätze pro Tag, Untersuchungsdauer, Aufbereitungszeit)

Die Anzahl der flexiblen Endoskope liegt teilweise über dem Benchmark.
Kapselendoskopie an zwei Standorten können zusammengefasst werden

5 Gastroskope und 3 Coloskope können stillgelegt werden.

Hersteller und Gerätegenerationen sind zu harmonisieren.
Das Re-Investitionsvolumen lässt sich durch Stilllegen von 8 flexiblen Endoskopen um ca. EUR 200.000 reduzieren.  

Ohne Geräteparkoptimierung beträgt das Re-Investitionsvolumen ca. EUR 1,1 Mio.

Zusammenfassend kann man festhalten, dass der Gerätepark einerseits viel Potential zur Optimierung bereit hält, gleichzeitig aber auch eine hohe Arbeitsintensität und Betreiberpflichten umfasst. Ein häufig gewählter Lösungsweg ist daher die Zusammenarbeit mit externen Systempartnern, wodurch intern kostbare Ressourcen freigehalten werden können.

Wie kann die Zusammenarbeit mit einem externen Systempartner gestaltet werden?
Hier erfahren Sie mehr zum Thema Betreibermodelle.

Das Zusammenspiel aller Prozesse sorgt dafür, dass dem Krankenhaus kein unpassendes Optimierungskonzept übergestülpt wird, sondern nach eingehender Diagnostik die passende Behandlungsform gefunden wird.

Im Gesundheitswesen gilt: Vorbeugen ist besser als Nachsorge

Das gilt auch für die Verfassung Ihres Krankenhauses. Handeln Sie besser frühzeitig und melden Sie sich bei uns unter +49 69 / 7079816-13 oder tanja.heiss@lenus.de.

Tanja Heiß, Leitung Marketing und Vertrieb

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