Der neue Qualitätsmonitor ist erschienen

Kurz vor Jahreswechsel ist der „Qualitätsmonitor 2018“ erschienen. Er ist ein Werk der Initiative Qualitätsmedizin (IQM) und dem Wissenschaftlichen Institut der AOK (WIDO), die sich mit dem Thema Qualität in der Gesundheitsversorgung beschäftigt und erscheint jährlich im Medizinischen Wissenschaflichen Verlag.

Im ersten Teil des Buches geht es um die stationäre und sektorübergreifende Versorgung auf. Die große Frage hierbei ist, wie die Umsetzung der Qualitätsagenda des KHSG Krankenhausstrukturgesetz aus Bundes- und Landesperspektive gestartet ist. Das Krankenhausgesetz, welches zum 1. Januar 2016 in Kraft getreten ist, wurde von einer gemeinsamen Bund-Länder-Arbeitsgruppe vorbereitet. Das Gesetz beschäftigt sich in der stationären Versorgung mit dem Ziel einer Qualitätssteigerung sowie auch mit vielen Änderungen im Bereich der Krankenhausfinanzierung.

 

Das KHSG beschäftigt sich insgesamt mit vier Säulen:

  • Weiterentwicklung des DRG-Systems
  • Strukturfonds zur Umwandlung stationärer Überkapazitäten
  • Neues Pflegestellen-Förderprogramm
  • Qualitätsoffensive Krankenhaus                        

Es stellt einen erneuten Versuch des Gesetzgebers dar, um bekannte Probleme im stationären Sektor zu bewältigen. Ein weiteres Problem ist die stetig rückläufige Investitionskostenfinanzierung seitens der Länder. Diese soll durch die finanzielle Entschädigung im Rahmen des Krankenhausstrukturgesetzes ausgeglichen werden und so eine qualitätsorientierte Weiterentwicklung der Krankenhausplanung erzielen. Im Zusammenhang mit der „Qualitätsoffensive Krankenhaus“ wurden an den Gemeinsamen Bundesausschuss viele Aufgaben vergeben. Folgende Neuerungen wurden in 2017 erreicht:

  • Stufensystem für Notfallversorgung
  • Auswahl von Leistungen für eine qualitätsanhängige Vergütung
  • MDK-Prüfverfahren (Qualitätskontrolle)
  • Rechtssichere Ausgestaltung von Mindestmengen

Im Vergleich zu vorherigen Jahren stellt die „Qualitätsoffensive Krankenhaus“ den Versuch einer direkten Steuerung des stationären Leistungsangebots bzw. der Marktteilnahme des einzelnen Krankenhauses nach konkreten gesetzlichen Vorgaben dar. Mit Unterstützung des Instituts für Qualitätssicherung und Transparenz im Gesundheitswesen soll die G-BA die bereits vorgeschriebenen Instrumente für das qualitätsorientierte Versorgungssteuerungsmodell entwickeln und die für eine Versorgungssteuerung erforderlichen Datenflüsse organisieren. Es stellt sich die Frage, ob eine qualitätsorientierte Versorgungssteuerung gelingen kann. Mit Hilfe der G-BA soll mit neuen planungsrelevanten Qualitätsindikatoren zukünftig die Versorgungsqualität bei Entscheidungen im Rahmen ihrer Krankenhausplanung berücksichtigt werden.

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